Radek Szlaga / Core Lexicon / Polnisches Institut, Düsseldorf, 31.03-25.05.2017

www.polnisches-institut.de

‘Die Aufmerksamkeit des Künstlers richtet sich vor allem auf Moment des „Dazwischen“, auf schwer zu beschreibende Situationen irgendwo in der Mitte einer Skala von 0 bis 1. Gleichzeitig sucht Szlaga nach festen Referenzpunkten: Das sind zum einen im wörtlichen Sinn Punkte, die sich in der Bezugnahme auf konkrete Orte manifestieren, zum anderen aber auch auf den ersten Blick nicht wahrnehmbare (und erst in Serien entschlüsselbare) Verweise auf historische Traditionen und Regeln der Malerei (darunter so alte wie das architektonische Fries, die Konvention des Trompe l’oeil oder die Ikonographie).

Die im Polnischen Institut Düsseldorf gezeigten Arbeiten sind eine Fortführung von Projekten, die sich mit Figuren wie Joseph Conrad, Ted Kaczynski und deren Einfluss auf die Popkultur befassten. Bei genauerer Betrachtung der neuen Arbeiten von Radek Szlaga sehen wir, wie leicht vertraute Gestalten (und Definitionen) sich der Kontrolle entziehen – sie werden deformiert, umgeformt und durcheinandergemischt. Es zeigt sich, dass eine exakte Übersetzung von einer Sprache (auch einer malerischen) in eine andere unmöglich ist, Ungenauigkeiten sind unvermeidlich, die Spuren des Prozesses lassen sich nicht völlig verbergen.’

Curator: Ewa Borysiewicz

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